Kognitive Therapie

 

Im Zentrum der kognitiven Therapie stehen Einstellungen, Gedanken, Bewertungen, Glaubenssätze und Überzeugungen. Manchmal erweisen diese Kognitionen sich als ungünstig in Bezug auf Entwicklung und Erhalt persönlicher Lebensqualität. Beispiele für Glaubenssätze sind:

 

§  Man muss mich mögen, sonst fühle ich mich schlecht

§  Starke Menschen bitten nie um Hilfe

§  Fehler zu machen ist schrecklich

§  Ich muss perfekt sein sonst bin ich nichts wert

 

In der kognitiven Therapie sollen zunächst Kognitionen identifiziert und bewusst gemacht werden, da sie oft automatisch und unbewusst ablaufen. In einem zweiten Schritt werden diese Kognitionen daraufhin überprüft, ob sie realistisch und für den Ratsuchenden nützlich sind. Im weiteren Verlauf der Therapie werden sog. dysfunktionale Kognitionen beispielsweise mit Hilfe des sokratischen Dialogs verändert und korrigiert, so dass sie zu funktionaleren Gedankenmustern und Verhaltensweisen führen, die dann in den Alltag transferiert werden.

 

Der Veränderungsprozess unserer Denk- und Bewertungsmuster ist ein wichtiger Bestandteil der Psychotherapie und kann uns in vielen Lebenslagen helfen, angemessener zu reagieren.